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Produkt des Monats Februar - BIO Kakao aus Bolivien
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El Ceibo - seit 1986 Gepa-Handelspartner für BIO Kakao 

 

Benannt wurde diese Kakaokooperative nach dem Urwaldbaum Ceibo, der für seine Langlebigkeit bekannt ist. 

Die Leute im »Alto Beni«, dem bolivianischen Amazonasgebiet, erzählen, dass wenn man Aststücke eines Ceibos in die Erde setzt, ein Spross aus dem Holz schießt und ein neuer Baum zu wachsen beginnt. Auch aus der kleinen Kakaobauernkooperative El Ceibo ist inzwischen eine große Organisation geworden. 
Zu El Ceibo gehören heute 49 Basiskooperativen im Alto Beni mit circa 1.200 Mitgliedern, die Bio Kakao anbauen.
In dem Dorf Sapecho im Alto Beni befindet sich die zentrale Verarbeitungsanlage für Biokakao, ein »Centro Experimental« (dt. Versuchszentrum), in dem Bio Kakaopflanzen gezogen und neue Bio Kakaosorten gezüchtet werden sowie die Baumschule für weitere Nutzpflanzen. Von Sapecho aus werden die Kakaobohnensäcke mit dem LKW über schwindelerregend hohe Passstraßen nach El Alto, einer Vorstadt der bolivianischen Hauptstadt La Paz transportiert. 
In El Alto ist der Sitz der Verwaltung des Kooperativenverbandes El Ceibo sowie eine Fabrikanlage zur Herstellung von Kakaobutter und Kakaopulver. Dort wird inzwischen auch Bio Schokolade für den nationalen Markt hergestellt. Insgesamt hat El Ceibo 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, teilweise die inzwischen erwachsenen und gut ausgebildeten Kinder der Kakaobauern. 
2009: Erste GEPA Choco de El Ceibo
2008: Besuch des GEPAProduktmanagers Stephan Beck
2007: Besuch der GEPADelegation bei El Ceibo (siehe Infodienst 1/2008)
2002: Besuch des GEPAProduktmanager Assistenten Markus Kruschewsky
1996: Besuch des GEPA-Produktmanagers Stephan Beck
1988: Erster Export von Bio Kakao nach Europa
1986: Erster Kontakt von El Ceibo zu europäischen Fair-HandelsOrganisationen


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Die Produzentinnen und Produzenten 


Die 1.200 Kleinbauernfamilien, die zu El Ceibo gehören, können nicht nur ihren Biokakao über die Genossenschaft verarbeiten und vermarkten, sondern sie erhalten eine Reihe von Sozialleistungen, die für bolivianische Bauern ungewöhnlich sind, von der Arztkostenbeihilfe, über Stipendien für die Schulausbildung ihrer Kinder, Weiterbildungskurse für die Erwachsenen und Rentenzahlungen für die Älteren. In einem armen Land wie Bolivien, in dem selbst die medizinische Versorgung der Menschen keine Selbstverständlichkeit ist, ist dies eine große Errungenschaft. 


Vorteile aus dem Fairen Handel


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Bereits Mitte der 80er-Jahre waren die Mitglieder dieser Kleinbauernorganisation weitsichtig genug, um sich auf Biokakao zu spezialisieren. 1988 konnten sie schon den ersten Biokakao nach Europa verkaufen. Um die Idee des ökologischen Anbaus in Bolivien weiter zu verbreiten, gründete El Ceibo 1991 zusammen mit anderen Organisationen den Bioanbauverband AOPEB. 
Zudem war El Ceibo wohl weltweit die erste Produzentengenossenschaft, die selbst verarbeitete Kakaoprodukte hergestellt hat. Mit Unterstützung verschiedener FairHandelsorganisationen wurde ein umfassendes Qualitätssicherungssystem aufgebaut und kontinuierlich verbessert. Federführend dafür war unsere schweizerische Schwesterorganisation claro (damals: OS 3). 
El Ceibo hat nicht nur eine eigene Fabrikanlage zur Herstellung von Kakaobutter und Kakaopulver, sondern bietet im Inland ebenfalls selbst Schokolade an. Eine ganz entscheidende Rolle für die Entwicklung von El Ceibo spielte der Faire Handel. Ohne die Abnahme des Biokakaos zu deutlich höheren und vor allem stabilen Preisen und die langfristige Handelsbeziehung wäre die Entwicklung der Kleinbauerngenossenschaft nicht möglich gewesen. El Ceibo erhält von der GEPA für ihren Bio Kakao den Mindestpreis des Fairen Handels, der zurzeit 1.800 US Euro pro Tonne beträgt. Dazu kommt die Fair-Trade-Prämie von zurzeit 150 Euro für Gemeinschaftsaufgaben. Übersteigt der Marktpreis den Mindestpreis, bekommt unser Kakao-Handelspartner den höheren Marktpreis plus Fair-Trade-Prämie. Im Laufe der Jahre wurde außerdem ein vorbildliches Ausbildungs- und Trainingsprogramm sowohl für den verwaltungstechnischen als auch für den landwirtschaftlichen Sektor aufgebaut. Die Bauernfamilien konnten zudem dank des Fairen Handels in die Ausbildung ihrer Kinder investieren. Dies führte in der Zwischenzeit dazu, dass bereits die zweite Generation in der Organisation aktiv ist. Nach dem Studium der Landwirtschaft konnten sie sich auf Stellen in der Geschäftsstelle in El Alto bewerben.